Zusammen Grossartiges schaffen – Ingenieur*innen für und mit Uri

jeudi, 04.03.2021
virtuell
Baudirektion Kt. Uri
Organisator

Im Kampf gegen die Naturgefahren

Im Kanton Uri leben die Menschen mit den Naturgefahren. Der Klimawandel trägt dazu bei, dass die Durchschnittstemperatur steigt und immer häufiger mit Temperaturschwankungen zu rechnen ist.

Die Temperaturschwankungen führen im Winter vermehrt zu Lawinenniedergängen. Die Permafrostböden beginnen zu tauen. Dies hat zur Folge, dass festgefrorene Felsformationen/Gesteinsblöcke «frei» werden und in Bewegung geraten können. Niederschläge tragen das ihre dazu bei, dass sich grössere Steinschläge und Murgänge ereignen. Das Schmelzen der Gletscher und örtlich intensive Niederschläge können auch zu Hochwassern führen.

Präsentation anlässlich des Workshops "Anpassungen an den Klimawandel" am 19.09.2020

Seit Jahrhunderten versuchen die Menschen im Kanton Uri, gemeinsam bauliche Massnahmen gegen die Naturgewalten zu ergreifen. Ingenieurinnen und Ingenieure haben gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten der Bevölkerung vor Ort geholfen, Lawinenverbauungen in die Hänge zu stellen, Steinschlagschutznetze zu errichten, Galerien zu bauen, Hochwasserschutzdämme, Geschiebesammler, um die Gefahren durch die erwähnten Naturereignisse zu verringern. Ob es «nur» um ein Steinschlagschutznetz geht oder um eine Lawinengalerie oder um einen Hochwasserschutzdamm, stets müssen die Gefahren richtig eingeschätzt und die Massnahmen richtig berechnet werden, um die möglichen Gefahren zu bannen und die Schäden bei einem Ereignis möglichst gering zu halten. All diese Bauten tragen zur Erhöhung der Sicherheit und der Lebensqualität der Menschen bei, die im Kanton Uri leben, wohnen und arbeiten.

Nachstehend einige Beispiele angewandten Ingenieursfachwissen im Kanton Uri:

Hochwasserschutz

1. Planung

Jahrhundert-Hochwasser: Uri sorgt vor

160 Millionen investiert der Kanton Uri in Massnahmen zum Hochwasserschutz, davon 75 Millionen im Urner Talboden, wo der wirtschaftliche Lebensnerv liegt. 2005 stand dieses Gebiet und 40 Unternehmen mit rund 1000 Arbeitsplätzen unter Wasser. «Schweiz aktuell» schaut mit Betroffenen zurück.

SRF Schweiz Aktuell vom 24. März 2014
Technik - Jahrhundert-Hochwasser: Uri sorgt vor - Wissen - SRF

2. Fertigstellung

Hochwasserschutz Urner Talboden mit Fest eingeweiht

 Das Hochwasserschutzprojekt Urner Talboden ist fertig gebaut. Zum Abschluss des Generationenwerks war die Urner Bevölkerung am Samstag zu einem Fest eingeladen. Auf lockere Art und Weise wurde gezeigt, was in den vergangenen Jahren gebaut und verbessert wurde.

SRF Regionaljournal vom 16. April 2016
Zentralschweiz - Hochwasserschutz Urner Talboden mit Fest eingeweiht - News - SRF

Wasser – Energie – Luft vom 10. März 2016
«Hochwasserschutzprojekt Urner Talboden»

3. Bilanz

Uri bilanziert: Hochwasserschutz hat funktioniert

Dass die starken Regenfälle vom Wochenende zu keinen grösseren Schäden führten, habe man den Hochwasserschutzmassnahmen zu verdanken, sagt der Urner Baudirektor Roger Nager. Es habe sich gelohnt, die 160 Millionen Franken zu investieren.        

SRF Regionaljournal vom 5. Oktober 2020
Uri bilanziert: Hochwasserschutz hat funktioniert - Regionaljournal Zentralschweiz - SRF

A2 ist ein Teil des Hochwasserschutzkonzepts

Dass die Autobahn A2 nach den Unwettern überschwemmt wurde, war kein Zufall, sondern gewollt: Die A2 ist ein Teil des Hochwasserschutzkonzepts für das Reusstal und wird als Entlastung bei hohen Regenmengen genutzt.

SRF Tagesschau vom 4. Oktober 2020
Tagesschau - A2 ist ein Teil des Hochwasserschutzkonzepts - Play SRF

Weitere Berichte:

Kontakt:            

jeudi, 04.03.2021
virtuell
Baudirektion Kt. Uri
Organisator